Meine Marte Meo Praxis

 

Meine Arbeit mit der Marte Meo Methode

Seit 20 Jahren arbeite ich mit Eltern und ihren Kindern im ersten Lebensjahr und stelle zunehmend fest, dass viele Eltern Informationen benötigen, wie sie mit ihren Kindern Kontakt aufbauen können.

Einige Eltern wollen alles perfekt machen; sie nehmen ihrem Kind all das ab, was es besser durch eigene Erfahrung lernen kann. Andere Eltern tun sich schwer damit, die Signale ihres Kindes zu „entschlüsseln“: „Was will es mir sagen, wenn es so quengelt“ scheinen sie sich zu fragen, sind ratlos und überfordert. Wieder andere Eltern machen sich Sorgen, weil ihr Kind viel weint, nur wenig essen will oder schlecht schläft.

Einer Möglichkeit, diese Eltern adäquat und effektiv zu unterstützen ist die Marte Meo Methode.

Ich habe Marte Meo 2002 durch eine Präsentation von Josje Aarts kennengelernt. Sie zeigte in beeindruckender Weise, wie Marte Meo zur Entwicklungsunterstützung von Eltern, Kindern und Fachleuten genutzt werden kann.

Ich habe gefunden wonach ich gesucht hatte und begann die Fortbildung zur Marte Meo Therapeutin, die ich 2005 beendete.

Meine erste persönliche Begegnung mit Maria Aarts in Düsseldorf auf dem Fachtag “Marte Meo statt Supernanny“ inspirierte mich in besonderer Weise und mir wurde bewusst, welche hervorragenden Entwicklungsmöglichkeiten in der Marte Meo Methode liegen.

Ich erfahre in meiner jetzigen Arbeit mit sehr jungen Müttern, wie gut Marte Meo wirkt. Die jungen Mütter, die oft das Gefühl haben, dass ihnen nichts gelingt, sehen durch die Videobilder, was ihr Kind tut und wie sie angemessen darauf reagieren. Sie werden dadurch sicher im Umgang mit dem Kind und bauen Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten auf. Die Videobilder liefern den Rahmen den junge Mütter brauchen, um Informationen aufnehmen zu können. Die Videobilder machen Entwicklung unterstützende Verhaltensweisen greifbar, konkret und leicht umsetzbar.

Eine junge Mutter sagt zu mir: „ ja, ich kann benennen was ich tue, wenn ich mein Kind bade. Das ist leicht, das kann ich.“

Maria Aarts spricht oft von der „Goldmine“ die jeder Mensch in sich trägt, aber bei manchen Menschen ist der Zugang zu ihr blockiert.

Marte Meo öffnet den Zugang zur „Goldmine“ und aktiviert Eltern und Kinder, aus eigener Kraft ihre Kompetenzen und Ressourcen zu entfalten.

In Fortbildungen, die ich für Erzieherinnen durchführe, erlebe ich, wie bereichernd Marte Meo auch für die Praxisberatung genutzt werden kann.

Marte Meo nennt Probleme “Entwicklungsmöglichkeiten”. Dabei geht es um die Botschaft, die sich hinter dem Problem des Kindes auftut. Diese kindliche Botschaft lautet meistens:„Ich brauche in dieser Situation mehr Unterstützung“. Genau hier kann ich in der Arbeit mit den Erzieherinnen ansetzen und besonders die Kinder, die viel Aufmerksamkeit benötigen und besondere Bedürfnisse haben, mit Marte Meo gezielt unterstützen.

Marte Meo arbeitet mit den „3 Ws“

Wann: In welchem Moment passiert etwas / kann ich das Kind unterstützen?

Was:   Was genau kann ich tun? Womit unterstütze ich das Kind?

Wozu: Dieses Verhalten bedeutet für das Kind?

Durch diese „3 Ws“ wird die Unterstützung so konkret und greifbar, dass sie für Fachleute und Eltern gleichermaßen umsetzbar ist.